Hängen geblieben. Nicht ganz Mainstream. Aber was besseres als den Tod findest Du überall. NDW - source of inspiration. Kindertauglich (weiß ich genau) und die Omis und Opis lieben NDW. So der Plan. Jajaja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. WIr steigern das Bruttosozialprodukt. So sei´s.
Dienstag, 18. März 2014
Mittwoch, 12. März 2014
Dienstag, 11. März 2014
WUNDER .... eine cover auch in der NDW ... nämlich der Hahn
ich weiss es wird einmal ein wunder geschehen und dann werden tausend wünsche wahr.
Mittwoch, 5. März 2014
Wolfram Lotz REDE ZUM UNMÖGLICHEN THEATER
Brüder
und Schwestern,
man hat versucht, uns zu erzählen, dass die Zeit
linear vergeht. Das stimmt, aber wir glauben es nicht!
Man hat
versucht, uns zu erzählen, dass alles von oben nach unten fällt.
Das stimmt, aber wir glauben es nicht!
Man hat über Jahrtausende
versucht, uns zu erzählen, dass wir sterben müssen. Auch wenn es
stimmt, glauben wir es nicht!
Die Würstchen der Wahrheit, die für
uns gebraten werden, wollen wir nicht mehr essen. Wir wollen nicht
mehr Zaungäste oder Zaunkönige oder Bachstelzen sein bei den
Bedingungen des Lebens, denn das hier, Brüder und Schwestern, ist
unser Leben. Wir haben ein Recht darauf, über die Bedingungen
unseres Lebens zu entscheiden, und nicht nur darüber, ob wir nach
dem Abiball Tischler oder Schreiner werden.
Warum, frage ich Euch,
warum sollten wir sterben?
Man hat versucht, uns zu erzählen,
dass das Leben durch das Sterben erst lebenswert werde. Was ist das
für eine Gurke!
Und falls wir doch sterben müssen, was ich
bezweifle, ja, was ein Blödsinn ist, dann müssen wir das Recht
haben, selbst darüber zu entscheiden. Ich will nicht sterben, und
ich will nicht, dass meine beiden Katzen Samuel und Gesine sterben,
wenn sie es nicht ausdrücklich wollen, und meine Katzen wollen das
nicht!Aber
die Wirklichkeit!, höre ich die Ideologen des Bestehenden rufen. Die
Wirklichkeit sei nun mal so, wie sie sei!
Aber nur, weil es
stimmt, was sie sagen, müssen wir das nicht glauben!
Warum
sollten wir hinnehmen, dass die Wirklichkeit über die Bedingungen
unseres Lebens entscheidet?
Ist
für uns denn nur von Belang, ob wir vor dem Sterben Rotkohl oder
Sauerkraut essen? Ob wir Talkshows oder Dokus gucken, bevor der Krebs
in unseren Eingeweiden explodiert?
Nein nein!
Wenn wir
schreiben, fordern wir eine Autonomie von der Welt! Darüber sollten
wir uns im Klaren sein. Wenn wir schreiben, so schreiben wir nicht
einfach die Welt ab (wie sollte das überhaupt gehen), sondern wir
entwerfen Vorschläge, Änderungen, Forderungen, indem wir die Welt
nicht sehen, wie sie ist, sondern wie sie für uns ist, und wie sie
sein könnte, wenn man uns lassen würde, oder wie sie nicht wäre,
niemals.
Wenn wir schreiben, so propagieren wir die Fiktion! Die
Fiktion ist unsere kümmerliche Hand, die aus der Kiste der
Wirklichkeit heraus nach süßen Früchtchen greift, die dort doch
hängen müssen, an einem Baum oder meinetwegen auch an einer
Wäscheleine oder an der Kralle eines dicken, fröhlichen Vogels, der
dort hoffentlich seine freundlichen Runden dreht, wie dem auch sei:
Wir wollen nach diesen süßen Früchtchen greifen! Wer sollte uns
verbieten, nach diesen Früchtchen zu greifen! Wer will uns noch
drohen, uns dann aus dem Paradies zu vertreiben, wir sind da ja gar
nicht! Wir wollen Früchtchen fressen, viele süße Früchtchen!
Jetzt geht’s los!
Es gibt einen Ort! Brüder und Schwestern, es
gibt einen Ort! Ihr wisst, dass ich das Theater meine. Das Theater
ist der Ort, wo Wirklichkeit und Fiktion aufeinandertreffen, und es
ist also der Ort, wo beides seine Fassung verliert in einer heiligen
Kollision. Das Theater ist der Berg Harmaggedon!
Was
sind Theaterstücke anderes als Anleitungen für die
Wirklichkeit?
Das
Theater ist der Ort, an dem die Fiktion in Wirklichkeit umgewandelt
wird. Jaja, aber dann lasst uns das auch machen!
Machen wir doch!,
rufen die Würstchenpeter des Bestehenden. Das aber, Brüder und
Schwestern, ist eine Lüge, und ich bitte Euch, sie als solche zu
erkennen.
Denn die Fiktion, die diese Pimmelschwäne für das
Theater entwerfen, hat keine Autonomie. Im Wissen darum, dass die
Fiktion aufsetzen wird auf der Landebahn der Wirklichkeit, passen sie
diese zuvor an die Wirklichkeit an. So opfern sie die Fiktion auf dem
Altaratartrara der Wirklichkeit. Dabei darf nicht die Wirklichkeit
die Fiktion bestimmen,
sondern
die Fiktion muss die Wirklichkeit verändern!
Oder
ist es wirklich unser Wunsch, zu sterben? I
Ist
diese Wirklichkeit etwa vollkommen? Was für eine blöde Frage: Nein,
natürlich nicht, sie ist ungenügend, die Wirklichkeit ist ein
löchriger Schuh, den wir uns so nicht anziehen werden!
Was also
haben wir zu fordern in unseren Theaterstücken:
Dass die Bäume
blühen im Winter,
dass die Straße nicht aufhört, wo das Feld
beginnt,
die Bombe implodiert,
der Rauch aufsteigt, bevor das
Feuer entzündet ist,
dass grünes grünes Moos auf unseren Köpfen
wächst,
der Pelikan bellt,
unsere Spucke nach oben fliegt,
wir
wandern können durch die Zeit, querfeldein, wie durch den Raum,
dass
das Sterben nicht mehr gilt, man uns das nicht mehr nimmt,
was uns
das Einzige ist: Unser Leben.
Brüder
und Schwestern, das Unmögliche Theater ist möglich!
Es
gibt keinen Grund, mir das zu glauben, also tut es trotzdem!
Im
Namen der menschlichen Freiheit, des Freischütz, Freiburgs,
Frischkäses, Friederikes:Das
Unmögliche Theater ist möglich, trotz allem und gerade
deshalb!
Aber
lasst uns nicht glauben, es könnte gelingen. Lasst uns nicht
glauben, wenn es gelänge, dann sei es gelungen. Wenn es gelingt, die
Wirklichkeit zu verändern, ist es wieder misslungen, ist es die
Wirklichkeit, die überwunden werden muss, in die Ewigkeit
hinein!
Wir dürfen in unseren Entwürfen nicht so tun, als gäbe
es ein Heil, das zu erreichen sei, auf das wir uns setzen könnten,
wie auf eine Frotteewärmflasche.
Das Unmögliche Theater ist die
ewige Forderung!
Das
Unmögliche Theater ist das fortwährende Scheitern in eine bessere
Zukunft hinein und vorwärts in die Vergangenheit!
Das Unmögliche Theater ist für den Menschen, aber auch für meine Katzen und die anderen Tiere (große und kleine)!
Es
ist nicht, wie es ist! Es ist, wie wir wollen, dass es wird! So ist
es! So ist es nicht.
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